Montag, 9. Februar 2009

Aus "Ginas Blog" wird "Finchens Blog"

In Ginas Blog ist lange nichts geschrieben worden, und das hat seinen Grund! Gina war lange schwerkrank und ist gestern über die Regenbogenbrücke gegangen. Darum werde ich -Serafina Seidenfell, genannt Finchen - Ginas WebLog übernehmen und hier immer wieder mal schreiben.

Ginas Krankheit war auch der Grund, warum hier so lange Funkstille herrschte. Gina war ja nierenkrank seit sie in unserer Famile aufgenommen wurde. Aber das hat man zunächst nur an den Blutwerten gemerkt. Gina war bis zum letzten Jahr eine richtig aktive Freigängerkatze mit allem, was dazugehört. Sie hat gerne und erfolgreich gejagt und hat ein richtig erfülltes Katzenleben gelebt. Nach dem Tod ihrer Freundin Nicki ist sie häuslicher geworden und auch schmusiger gegenüber unseren Menschen.

Im letzten Jahr war Gina auch nicht mehr so aktiv wie früher. Ihre Nieren haben immer schlechter gearbeitet und so haben sich immer mehr Giftstoffe in Ginas Körper abgelagert. Anfang Dezember ging es ihr dann wirklich schlecht und unsere Menschen haben sie zum Tierarzt gebracht, wo sie 3 Tage stationär bleiben musste. Sie bekam dort Infusionen mit Ringerlösung, damit die Giftstoffe verdünnt und ausgespült wurden. Es hat ihr richtig gut getan undsie war bis Ende des Jahres leidlich gut drauf. Aber kurzvor dem Jahreswechsel ging es Gina wieder schlechter und es musste wieder subkutan Flüssgkeit gegeben werden.Auch diese Behandlung hat meine Kollegin wieder gut auf die Beine gebracht.

Letzte Woche aber wurde es wieder schlechter und unsere Menschen sind mit ihr wieder zum Tierarzt, doch leider haben die Infussionen nicht mehr richtig angeschlagen. Nach dem Wochenende ging es Gina immer schlechter. Weil Gina keine Katze ist, die sich dauerhaft von ihren eigenen Menschen behandeln läßt, haben diese schon lange vorher beschlossen, meine Freundin aus ein paar Krisen wieder herauszuholen, ihr Leben aber nicht mit stressigen Behandlungen zu verlängern. Und nachdem Gina am Mittwoch nur noch im Regal gelegen hat und sich die Situation gestern verschlimmerte, haben unsere Menschen sich dafür entschieden, ihr weitere Leiden zu ersparen.

Sie ist nach der Narkosespritze friedlich eingeschlafen, immer liebevoll gestreichelt und begleitet von Kerstin und Dieter, die dann auch bei der letzten Spritze dabei waren. Heute nachmittag soll Gina in ihrem geliebten Garten neben ihrer Freundin Nicki und ihrer Vorgängerin Dalia beerdigt werden. Ich werde diese Zeremonie dann überwachen, damit alles seine Richtigkeit hat.

Ginas Blog habe ich jetzt übernommen, Geschichten aus Ginas Leben wird es in Zukunft unter der Rubrik "Geschichten" im Homepageteil "Katzen" geben. Kerstin hat mir versprochen, wieder Geschichten über uns Katzen zu schreiben.Es gibt doch noch soviel von uns zu erzählen!

Hier der einzige Beitrag, den Gina in ihrem Blog, der ihr Tagebuch auf unserer Homepage ablösen sollte, geschrieben hat:


Ich heiße Gina - wie der Name des Blogs schon sagt - und bin eine schwarzweiße Hauskatze. Ich bin neun Jahre alt, sehe aber immer noch genauso gut aus, wie auf dem Foto, welches schon ein paar Jahre alt ist.

Ich bin im Tierheim geboren und erst im Alter von 1,5 Jahren zu meiner jetzigen Familie gekommen. Sie haben mich herausgeholt, damit ich nach dem Tod ihrer ersten Katze Dalia eine neue Spielgefähr- tin für die einsame Nicki sein sollte. Nicki und ich sind gute Freundinnen geworden. Leider ist sie im Sommer 2007 im Alter von 14 Jahren gestorben.

Seit Juli 2006 ist meine jetztige Katzengefährtin bei uns. Sie stammt aus Bayern, wo sie an einer Futterstelle für Streuner zugelaufen ist. Unsere Dosenöffnerin Kerstin ist auf Finchen im Internet aufmerksam geworden und hat sie zu uns geholt, womit ich zu Anfang gar nicht einverstanden war.


Finchen - oder auch Serafina - ist jetzt drei Jahre alt und noch so richtig verspielt. Allerdings hab auch ich gegen ein Spielchen mit der Katzenangel ab und an nichts einzuwenden. So richtig intime Katzenfreun-dinnen sind wir beide nicht geworden - Finchen nimmt mir bis heute übel, daß ich ihr kurz nach ihrer Ankunft ordentlich die Leviten gelesen habe. Ich war zuerst wütend über diesen neuen Eindringling in meinem ureigensten Revier. Dann habe ich Finchen aber doch geduldet.

Nach Nickis Tod sind wir uns jetzt doch etwas näher gekommen, auch wenn es nicht die totale Katzenfreundschaft ist. Wir schaffen es sogar manchmal, sehr nah beieinander auf der Couch zu liegen. und zu schlafen. Außerdem spielen wir auch gelegentlich im Garten zusammen.


Wir Katzen leben mit ein paar Kanarienvögeln und zwei Menschen zusammen, die sich um unser Wohlergehen kümmern.


Da ist zuerst Kerstin, die unsere eigentliche Bezugsperson ist. Sie kümmert sich ums Futter und das Wasser, welches ich wegen meiner Nierenerkrankung in großer Menge brauche. Sie schmust mit uns und macht auch die ungeliebten Tierarztbesuche mit uns. Sie versteht uns wirklich gut und merkt schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist.
Dieter ist aber auch unser Freund, mit dem wir schmusen und den wir auch um Futter bitten können. Er kümmert sich auch um unsere Toiletten, in denen aber selten etwas zu finden ist, weil wir meist draußen unser Geschäft erledigen. Er ist manchmal ein wenig ruppig mit uns Katzen, aber wir mögen ihn trotzdem.

Finchen und ich haben es bei unseren Menschen wirklich gut getroffen. Sie haben viel Geduld mit uns gehabt, denn wir waren zu Anfang doch sehr scheu und hatten gar keine Lust auf Kontakt zu Menschen, geschweigedenn Streicheleinheiten. Bei Finchen hat das Auftauen ein paar Wochen gedauert, ich habe die Geduld unserer beiden sehr viel länger strapaziert.
Nach einem halben Jahr durfte Kerstin mich vorsichtig streicheln - und selbst dann nur im Beisein von Nicki. Sie hat glatt ein paar Tränchen verdrückt vor Freude. Von da an habe ich ihr ab und an ein paar Streicheleinheiten gegönnt - Dieter mußte noch sehr viel länger warten. Ich habe ihm sehr, sehr lange nicht getraut, weil er mich ganz zu Anfang immer für die Tierarztbesuche eingefangen hat.

Nach Nickis Tod im letzten Jahr vermisse ich die kuschelige Nähe meiner Freundin und auch Finchen kann und will die Lücke nicht füllen. Darum suche ich jetzt oft die Nähe meiner menschlichen Familienmitglieder. Ich mache es ihnen sogar einfach und springe auf den Tisch, damit sie sich nicht bücken müssen - und damit ich beim Köpfchengeben auf Augenhöhe bin. Für längeres Schmusen allerdings erwarte ich dann hinterher ein Leckerchen oder meine Futterration.

Zur Familie gehören noch 5 Kanarienvögel - Kanarienpapa mit seinen 4 Söhnen. Wenn die Voliere geschlossen ist, dürfen wir Katzen auch ins Arbeitszimmer, wo die Vögel leben. Mich interessieren die Burschen nicht mehr so, obwohl ich in meiner Jugend eine große Vogelfängerin war. Finchen - im Jagen draußen eine Null - dagegen hat immer ein Auge auf die Piepser und möchte dran. Kerstin schimpft dann immer sehr mit ihr. Aber alle Katzen hier haben gelernt, die Vögel weitestgehend in Ruhe zu lassen - von kleinen Zwischenfällen mal abgesehen!

So, jetzt brauch ich ein wenig Ruhe! In meinem Alter darf das auch sein! Ich ziehe mich jetzt in meine Kratzbaumhöhle zurück und mache ein Nickerchen. Kerstin wird hier alles ins Netz stellen und auf unserer Homepage eintragen.

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